10 Punkte, warum wir gegen Windräder am Damberg-Braschenberg-Schwarzberg sind

9. Anpassung der Gesetzeslage

Die Gesetzgebung hinkt der aktuellen Entwicklung und der Wissenschaft hinterher. In wenigen Jahren schon wird es zu einer Anpassung des gesetzlichen Rahmens kommen müssen. Dies könnte eine Stilllegung oder sogar den Rückbau der Anlagen erfordern, dies wäre ein Millionengrab für die Betreiber, für die öffentliche Hand und somit für uns alle.

 

Daher ist es wichtig, dass wir uns jetzt gegen die unverantwortlichen Bestrebungen einiger größenwahnsinniger Betreiber wehren. Wenn Sie gegen die Zerstörung unserer Landschaft und unserer Heimat sind, dann unterstützen Sie uns mit Ihrer Unterschrift - bitte tragen Sie sich in unserer Online-Liste ein oder kontaktieren Sie uns unter dambergfreunde[at]gmx.at

 

 

 

WKA-Friedhöfe in den USA

 

In den USA gibt es bereits mehr als 14.000 verlassene und rostende Windkraftanlagen, vor allem in Kalifornien und Hawaii. Sie sind das Ergebnis einer fehlgeleiteten Energieplanung, die nur von staatlichen Subventionen profitierte. Werden die staatlichen Zuschüsse eingestellt, rentiert sich die Betreibung der Windturbinen nicht mehr. Hohe Wartungskosten, hohe Ausfallsraten und schwankende Wetterbedingungen – also Faktoren, welche die Energie-Produktion beeinflussen – machen Windkraftanlagen teuer und ineffizient. Die Kosten überstiegen bei weitem die Erträge der erzeugten Energie, weshalb in vielen Gebieten der USA wahre WKA-Friedhöfe hinterlassen worden sind. Diese Turbinen wurden einfach aufgegeben, weil es nicht nur zu viel kostet, sie laufen zu lassen, sondern weil es auch zu teuer ist sie auszugraben und wieder zu entfernen.

 

 

In Österreich ist es allerdings gesetzlich verankert, Rückstellungen für den Rückbau von WKA zu bilden (auch wenn man weiß, was im Falle eines Konkurses des Betreibers damit passieren könnte).  

 

Broken down and rusting, is this the future of Britain's 'wind rush'?
Daily Mail online, 19.03.2012
2012-03-19-DMail-WKA-UK-future.pdf
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„Diejenigen, welche die Schönheit der Alpen verteidigen, stehen auf der progressiven Seite. Denn sie veranlassen die Gesellschaft dazu, einen technischen und zivilisatorischen Fortschritt voranzutreiben, der auch für unsere Urenkel noch funktioniert. Von dem was die heutigen Modernisten vertreten, weiß man heute schon, dass das für die Zukunft unserer Urenkel vollkommen unbrauchbar ist, weil es nur um kurzfristige Sofortgewinne und Eintagsfliegen geht…  die Zukunft gehört den Langfristigen und nicht den Kurzfristigen.“

 

(Ernst Ulrich von Weizsäcker bei seinem  Vortrag anlässlich der Hauptversammlung des Österreichischen Alpenvereins,

15. 10. 2011)

 

 

Zentrales Thema bei der Energiewende ist "nicht der weitere Ausbau der Erneuerbaren, sondern vor allem eine tiefgreifende Änderung unseres Konsumverhaltens und ein Ende der Energieverschwendung. Um eine naturverträgliche Energiewende herbeizufürhen, muss der Energiebedarf halbiert werden. Gelingt die Energiewende bezüglich des Energiekonsums nicht, wird auch der vollständige Raubbau an unseren letzten Naturjuwelen unsere Energieversorgung nicht sichern."

 

(facten.lage 2/2012, UWD)

 

 

„Eine brutalere Zerstörung der Landschaft, als sie mit Windrädern zu spicken und zu verriegeln, hat zuvor keine Phase der Industrialisierung verursacht … Eine schonungslosere Ausbeute lässt sich kaum denken, sie vernichtet nicht nur Lebens-, sondern auch tief reichende Erinnerungsräume.“

 

So formulierte es Botho Strauß, der deutsche Dichter und Dramatiker  – und er weiß, wovon er spricht; schreitet doch in Deutschland die ästhetische Landschaftszerstörung in einem unvorstellbaren Ausmaß voran, die auf eine Entwertung der alltäglichen Lebenswelt der großen Mehrzahl der Bevölkerung hinausläuft. In Dohmen/Hornig (2004): Die große Luftnummer. In: Der Spiegel, Nr. 14 vom 29.03.2004, S. 80 - 97

 

 

Die politische Absicht, regenerative Energien stärker zu fördern, führt dazu, dass "die Grundsatznorm des Naturschutzes, nämlich Vielfalt, Eigenart und Schönheit sowie den Erholungswert der Landschaft als Lebensgrundlage des Menschen und in Verantwortung für die künftigen Generationen zu sichern, bedingungslos geopfert werden."

 

Nohl, Werner (2010): Ist das Landschaftsbild messbar und bewertbar? - Bestandsaufnahme und Ausblick