10 Punkte, warum wir gegen Windräder am Damberg-Braschenberg-Schwarzberg sind

5. Negative Auswirkungen auf den Fremdenverkehr

Friedensgemeinde St. Ulrich bei Steyr. Quelle: http://www.st-ulrich-steyr.ooe.gv.at/system/web/default.aspx
Friedensgemeinde St. Ulrich bei Steyr. Quelle: http://www.st-ulrich-steyr.ooe.gv.at/system/web/default.aspx

 

 

Noch wirbt die Friedensgemeinde St. Ulrich mit den Hinweisen zum Wandern, Wohlfühlen und Genießen. Wodurch werden diese Urlaubsfreuden ersetzt werden, wenn der Hausberg durch Windkraftanlagen zerstört wurden?

 

Vergessen Sie nicht: Der Damberg und seine benachbarten Höhenzüge sind das Tor zur Nationalparkregion Kalkalpen. Die Ruhe und Beschaulichkeit der Landschaft, die relative Unberührtheit der Nationalparkregion und die Charakteristik seiner Kulturlandschaft sind die Stärken dieses Naherholungsraumes.

A la long wird sich daraus ein absoluter Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen Regionen ergeben, denn schauen Sie bspw. nach Deutschland: Weite Gebiete wurden bereits durch Windparks zerstört - die Menschen suchen Frieden und Ruhe.

 

Eine Umfrage im Regionsbereich hat ergeben, dass für den Fall der Aufstellung von Windrädern ein Drittel der Touristen nicht mehr kommen wird.

 

Soll es in Zukunft „St. Ulrich am Windpark“ oder „Garsten am Windpark“ oder „Steyr am Windpark“ heißen anstatt „… am Nationalpark“?

 

In der Region sind 7 Windparks geplant.

 

Von einem weiteren Ausbau kann ausgegangen werden, obwohl es sich um dritt- und viertklassige Standorte, gemessen an der Winddichte, handelt. Gleichzeitig ist es aber eine außergewöhnliche Region im Hinblick auf Landschaft und Natur.

Sollen wirklich Windräder von Weyer, Reichraming über Steyr bis Maria Neustift unseren Lebensraum zupflastern und derart verschandeln bzw. beschränken?

 

Wenn Sie gegen die Zerstörung unserer Landschaft und unserer Heimat sind, dann unterstützen Sie uns mit Ihrer Unterschrift - bitte tragen Sie sich in unserer Online-Liste ein oder kontaktieren Sie uns unter dambergfreunde[at]gmx.at

 

Alle wichtigen Gastronomie- und Beherbergungsbetriebe im betroffen Umfeld haben sich bereits negativ zu den Plänen geäußert.

 

 

Foto Schuart: Stille und Erholung findet der Besucher am Höhenrücken vom Damberg bis zum Schwarzberg
Foto Schuart: Stille und Erholung findet der Besucher am Höhenrücken vom Damberg bis zum Schwarzberg

 

„Diejenigen, welche die Schönheit der Alpen verteidigen, stehen auf der progressiven Seite. Denn sie veranlassen die Gesellschaft dazu, einen technischen und zivilisatorischen Fortschritt voranzutreiben, der auch für unsere Urenkel noch funktioniert. Von dem was die heutigen Modernisten vertreten, weiß man heute schon, dass das für die Zukunft unserer Urenkel vollkommen unbrauchbar ist, weil es nur um kurzfristige Sofortgewinne und Eintagsfliegen geht…  die Zukunft gehört den Langfristigen und nicht den Kurzfristigen.“

 

(Ernst Ulrich von Weizsäcker bei seinem  Vortrag anlässlich der Hauptversammlung des Österreichischen Alpenvereins,

15. 10. 2011)

 

 

Zentrales Thema bei der Energiewende ist "nicht der weitere Ausbau der Erneuerbaren, sondern vor allem eine tiefgreifende Änderung unseres Konsumverhaltens und ein Ende der Energieverschwendung. Um eine naturverträgliche Energiewende herbeizufürhen, muss der Energiebedarf halbiert werden. Gelingt die Energiewende bezüglich des Energiekonsums nicht, wird auch der vollständige Raubbau an unseren letzten Naturjuwelen unsere Energieversorgung nicht sichern."

 

(facten.lage 2/2012, UWD)

 

 

„Eine brutalere Zerstörung der Landschaft, als sie mit Windrädern zu spicken und zu verriegeln, hat zuvor keine Phase der Industrialisierung verursacht … Eine schonungslosere Ausbeute lässt sich kaum denken, sie vernichtet nicht nur Lebens-, sondern auch tief reichende Erinnerungsräume.“

 

So formulierte es Botho Strauß, der deutsche Dichter und Dramatiker  – und er weiß, wovon er spricht; schreitet doch in Deutschland die ästhetische Landschaftszerstörung in einem unvorstellbaren Ausmaß voran, die auf eine Entwertung der alltäglichen Lebenswelt der großen Mehrzahl der Bevölkerung hinausläuft. In Dohmen/Hornig (2004): Die große Luftnummer. In: Der Spiegel, Nr. 14 vom 29.03.2004, S. 80 - 97

 

 

Die politische Absicht, regenerative Energien stärker zu fördern, führt dazu, dass "die Grundsatznorm des Naturschutzes, nämlich Vielfalt, Eigenart und Schönheit sowie den Erholungswert der Landschaft als Lebensgrundlage des Menschen und in Verantwortung für die künftigen Generationen zu sichern, bedingungslos geopfert werden."

 

Nohl, Werner (2010): Ist das Landschaftsbild messbar und bewertbar? - Bestandsaufnahme und Ausblick