10 Punkte, warum wir gegen Windräder am Damberg-Braschenberg-Schwarzberg sind

7. Geringe Wirtschaftlichkeit

 

Die Nachrechnung durch die IG „Freunde des Dambergs“ ergibt nur etwa 73% des angegebenen Ertrages.

 

WR Vestas V112 /3 MW Leistung * 15 Windturbinen = 45 MW Gesamtleistung

 

Jahresenergieertrag Berechnung Forster

105.000 MWh Strom für ca. 25.000 Haushalte

 

Jahresenergieertrag Berechnung „Freunde des Dambergs“

77.000 MWh Strom für ca. 18.000 Haushalte

 

Dies ergäbe einen Jahresnutzungsgrad (Kapazitätsfaktor) von ca. 27% und würde den besten Windlagen im Burgenland entsprechen.

 

Nachweislich ist aber, dass 

 

  1. das Jahreswindpotential in der Dambergregion erheblich unter dem des Burgenlandes liegt und
  2. die hügelige und bewaldete Waldregion eine optimale An- und Abströmung des Windes behindert.

 

Warum kommt es zu dieser Abweichung?

 

Die Annahme Forster beruht auf folgender Grundlage:

 

o       Windgeschwindigkeit nach Flachlandbedingungen berechnet

o       Zukünftiges durchschnittliches Windpotential um 6 % höher eingestuft als Messergebnis 2002-2004

 

Die „Freunde des Dambergs“ gehen von folgenden Grundlagen aus:

 

o       Windgeschwindigkeit nach Hügellandbedingungen berechnet

o       Zukünftiges durchschnittliches Windpotential gleicht den letzten 10 Jahre

 

Die Nachrechnung durch die IG ergibt nur etwa 73% des angegebenen Ertrages!

 

Der Beitrag der geplanten Windräder zur nationalen Stromversorgung:

 

Prognose Forster:

  • für Oberösterreich: 0,62 %
  • für Österreich: 0,12 %

 

Prognose „Freunde des Dambergs“:

  • für Oberösterreich: 0,45 %
  • für Österreich: 0,09 %

 

Für diesen Beitrag wollen wir unsere Landschaft, unser Naherholungsgebiet opfern?

 

Darüber hinaus soll noch erwähnt werden, dass aus naturschutzfachlichen Gründen immer öfter Monitoring-Programme oder Betriebsauszeiten für den Vogel- und Fledermauszug behördlich vorgeschrieben werden. Lauter Faktoren, welche die Errichtung und den Betrieb von WKA weiter verteuern bzw. die Betriebszeiten weiter einschränken.

 

Der Wirkungsgrad bzw. angegebener Ertrag sind in dem angegebenen Umfang nicht realistisch!

 

 

 

Wenn Sie gegen die Zerstörung unserer Landschaft und unserer Heimat sind, dann unterstützen Sie uns mit Ihrer Unterschrift - bitte tragen Sie sich in unserer Online-Liste ein oder kontaktieren Sie uns unter dambergfreunde[at]gmx.at

 

 

Foto Rieß: Der gesamte Höhenrücken Damberg-Braschenberg-Schwarzberg würde durch WKA verschandelt werden
Foto Rieß: Der gesamte Höhenrücken Damberg-Braschenberg-Schwarzberg würde durch WKA verschandelt werden

 

„Diejenigen, welche die Schönheit der Alpen verteidigen, stehen auf der progressiven Seite. Denn sie veranlassen die Gesellschaft dazu, einen technischen und zivilisatorischen Fortschritt voranzutreiben, der auch für unsere Urenkel noch funktioniert. Von dem was die heutigen Modernisten vertreten, weiß man heute schon, dass das für die Zukunft unserer Urenkel vollkommen unbrauchbar ist, weil es nur um kurzfristige Sofortgewinne und Eintagsfliegen geht…  die Zukunft gehört den Langfristigen und nicht den Kurzfristigen.“

 

(Ernst Ulrich von Weizsäcker bei seinem  Vortrag anlässlich der Hauptversammlung des Österreichischen Alpenvereins,

15. 10. 2011)

 

 

Zentrales Thema bei der Energiewende ist "nicht der weitere Ausbau der Erneuerbaren, sondern vor allem eine tiefgreifende Änderung unseres Konsumverhaltens und ein Ende der Energieverschwendung. Um eine naturverträgliche Energiewende herbeizufürhen, muss der Energiebedarf halbiert werden. Gelingt die Energiewende bezüglich des Energiekonsums nicht, wird auch der vollständige Raubbau an unseren letzten Naturjuwelen unsere Energieversorgung nicht sichern."

 

(facten.lage 2/2012, UWD)

 

 

„Eine brutalere Zerstörung der Landschaft, als sie mit Windrädern zu spicken und zu verriegeln, hat zuvor keine Phase der Industrialisierung verursacht … Eine schonungslosere Ausbeute lässt sich kaum denken, sie vernichtet nicht nur Lebens-, sondern auch tief reichende Erinnerungsräume.“

 

So formulierte es Botho Strauß, der deutsche Dichter und Dramatiker  – und er weiß, wovon er spricht; schreitet doch in Deutschland die ästhetische Landschaftszerstörung in einem unvorstellbaren Ausmaß voran, die auf eine Entwertung der alltäglichen Lebenswelt der großen Mehrzahl der Bevölkerung hinausläuft. In Dohmen/Hornig (2004): Die große Luftnummer. In: Der Spiegel, Nr. 14 vom 29.03.2004, S. 80 - 97

 

 

Die politische Absicht, regenerative Energien stärker zu fördern, führt dazu, dass "die Grundsatznorm des Naturschutzes, nämlich Vielfalt, Eigenart und Schönheit sowie den Erholungswert der Landschaft als Lebensgrundlage des Menschen und in Verantwortung für die künftigen Generationen zu sichern, bedingungslos geopfert werden."

 

Nohl, Werner (2010): Ist das Landschaftsbild messbar und bewertbar? - Bestandsaufnahme und Ausblick