10 Punkte, warum wir gegen Windräder am Damberg-Braschenberg-Schwarzberg sind

10. Wertverlust unserer Heimat

 

Gründe und Häuser verlieren in Sicht- und Hörweite von WKA massiv an Wert. Makler berichten, dass Häuser in der Nähe von WKA nicht mehr vermittelbar sind.

 

Bei der Errichtung von WKA kann es zu Rissen im Mauerwerk kommen, vor allem wenn beim Bau der Zufahrtsstraßen Sprengungen notwendig sind.

 

 

Trotz des höchst zweifelhaften Beitrags der Windenergie zur Versorgungssicherheit der Menschen, wurden weite Landstriche dem Windkraftwahn geopfert. Eine ehrliche und transparente Kosten-Nutzen-Analyse, die den Wert dieser Kulturlandschaften für Erholung, Gesundheit, Ästethik, Heimat, Kulturerbe, usw. hätten herausstellen können, wurde nie durchgeführt.

 

Fundamentale, langfristige Grundsätze der Orts- und Regionalplanung werden einfach über den Haufen gestürzt. Bis vor wenigen Jahren noch wurde auf die Einhaltung von Innenbereich und Außenbereich in der Raumordnung Wert gelegt, so dass niemand Schwierigkeiten hatte, zwischen besiedelten und unbesiedelten Bereichen oder zwischen Ortschaft und Landschaft auf Anhieb zu unterscheiden. Die Differenzierung in Innen- und Außenbereich war bisher der Königsweg, die fortschreitende Verdichtung Europas in qualifizierender Weise zu lenken. Mit dem blinden Windkraftaktionismus, der der Sprach- und Konzeptlosigkeit der Politik bezüglich der Energieprobleme des 21. Jahrhunderts geschuldet ist, wird diese Tradition zur Disposition gestellt.

 

Nachdem OÖ ein Beispiel für das Versagen der Raumordnung in der Vergangenheit ist, werden auch jetzt die Kriterien willkürlich gebeugt, um möglichst viele Windkraftanlagen zu ermöglichen. So liegt der empfohlene Mindestabstand zum nächsten Wohngebiet in OÖ bei lediglich 800 Metern, in NÖ sind es 1200 Meter, die WHO spricht von 2 Kilometer, wohingegen die Ärzteschaft für größere Abstände eintritt.

 

Die Geringschätzung der Landschaftskultur mit den einhergehenden großflächigen Landschaftszerstörungen, wie sie etwa von der Windkraftindustrie mit Unterstützung der Politik vorgenommen werden, ist ein weiteres Indiz dafür, wie reine Profitgier über jegliche Vernunft und soziale Gesinnung gestellt wird. Aus dieser Geisteshaltung heraus, werden Menschen ihrer Heimat und ihrer Naherholungsgebiete beraubt - und das möglicherweise für eine Enegie-Schimäre, die freilich für Einige ein wahrer Goldesel zu sein scheint.

 

Quelle: Nohl, W., 2010: Ist das Landschaftsbild messbar und bewertbar? Bestandsaufnahme und Ausblick.
Studie-Nohl-Landschaftsbild-WKA.pdf
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Foto Schuart: Am Schwarzberggipfel
Foto Schuart: Am Schwarzberggipfel

 

„Diejenigen, welche die Schönheit der Alpen verteidigen, stehen auf der progressiven Seite. Denn sie veranlassen die Gesellschaft dazu, einen technischen und zivilisatorischen Fortschritt voranzutreiben, der auch für unsere Urenkel noch funktioniert. Von dem was die heutigen Modernisten vertreten, weiß man heute schon, dass das für die Zukunft unserer Urenkel vollkommen unbrauchbar ist, weil es nur um kurzfristige Sofortgewinne und Eintagsfliegen geht…  die Zukunft gehört den Langfristigen und nicht den Kurzfristigen.“

 

(Ernst Ulrich von Weizsäcker bei seinem  Vortrag anlässlich der Hauptversammlung des Österreichischen Alpenvereins,

15. 10. 2011)

 

 

Zentrales Thema bei der Energiewende ist "nicht der weitere Ausbau der Erneuerbaren, sondern vor allem eine tiefgreifende Änderung unseres Konsumverhaltens und ein Ende der Energieverschwendung. Um eine naturverträgliche Energiewende herbeizufürhen, muss der Energiebedarf halbiert werden. Gelingt die Energiewende bezüglich des Energiekonsums nicht, wird auch der vollständige Raubbau an unseren letzten Naturjuwelen unsere Energieversorgung nicht sichern."

 

(facten.lage 2/2012, UWD)

 

 

„Eine brutalere Zerstörung der Landschaft, als sie mit Windrädern zu spicken und zu verriegeln, hat zuvor keine Phase der Industrialisierung verursacht … Eine schonungslosere Ausbeute lässt sich kaum denken, sie vernichtet nicht nur Lebens-, sondern auch tief reichende Erinnerungsräume.“

 

So formulierte es Botho Strauß, der deutsche Dichter und Dramatiker  – und er weiß, wovon er spricht; schreitet doch in Deutschland die ästhetische Landschaftszerstörung in einem unvorstellbaren Ausmaß voran, die auf eine Entwertung der alltäglichen Lebenswelt der großen Mehrzahl der Bevölkerung hinausläuft. In Dohmen/Hornig (2004): Die große Luftnummer. In: Der Spiegel, Nr. 14 vom 29.03.2004, S. 80 - 97

 

 

Die politische Absicht, regenerative Energien stärker zu fördern, führt dazu, dass "die Grundsatznorm des Naturschutzes, nämlich Vielfalt, Eigenart und Schönheit sowie den Erholungswert der Landschaft als Lebensgrundlage des Menschen und in Verantwortung für die künftigen Generationen zu sichern, bedingungslos geopfert werden."

 

Nohl, Werner (2010): Ist das Landschaftsbild messbar und bewertbar? - Bestandsaufnahme und Ausblick