10 Punkte, warum wir gegen Windräder am Damberg-Braschenberg-Schwarzberg sind

4. Zerstörung des Landschaftsbildes

Foto Schuart: Der Dambergrücken von Oberdambach aus
Foto Schuart: Der Dambergrücken von Oberdambach aus

  

 

Aufgrund ihrer visuellen Dominanz stören Windkraftanlagen das einzigartige Gliederungsgefüge einer Landschaft - sie verändern deren Grundstuktur, indem sie landschaftsfremde Bezugspunkte und Leitlinien überstülpen.

 

Darüber hinaus heben sich Windkraftanlagen vor allem im Bergland in dominanter Weise vertikal gegen die flache Horizontlinie ab. Das landschaftsästhetische Erlebnis vom Zusammentreffen von Himmel und Erde wird in aggressiver Weise kontaminiert. (zit. Nohl, 2010)

 

Würden Sie riesige Windräder als zentrale Blickpunkte am Kamm gutheißen?

 

Foto Schuart: Windkraftanlagen am Höhenkamm in den Hohen Tauern
Foto Schuart: Windkraftanlagen am Höhenkamm in den Hohen Tauern

 

Der Höhenrücken am Damberg-Braschenberg-Schwarzberg könnte dann ungefähr so ausschauen!

 

 

 

 

Der Höhenrücken Damberg-Braschenberg-Schwarzberg bildet eine markante Geländeerhebung zwischen Ennstal und Ramingbachtal, womit der Industriestandort „Windpark St. Ulrich – Garsten“ weit ins vorgelagerte Alpenvorland einsehbar ist.

 

Damit wird die für unsere Region charakteristische Landschaft stark abgewertet.

 

Festzuhalten ist auch, dass derzeit keinerlei störende Einbauten durch Leitungen oder sonstige technische Einrichtungen bestehen.

 

 

Foto Hornbachner: Intakte Kulturlandschaft in unmittelbarer Nähe zur Stadt Steyr
Foto Hornbachner: Intakte Kulturlandschaft in unmittelbarer Nähe zur Stadt Steyr

 

 

 

Nur in einem “intakten” Bild können wir also Freude spüren, Kraft tanken, nachdenken, hoffen, Ereignisse verarbeiten und zur Ruhe kommen.

 

zit. Nohl, W. 

 

„Diejenigen, welche die Schönheit der Alpen verteidigen, stehen auf der progressiven Seite. Denn sie veranlassen die Gesellschaft dazu, einen technischen und zivilisatorischen Fortschritt voranzutreiben, der auch für unsere Urenkel noch funktioniert. Von dem was die heutigen Modernisten vertreten, weiß man heute schon, dass das für die Zukunft unserer Urenkel vollkommen unbrauchbar ist, weil es nur um kurzfristige Sofortgewinne und Eintagsfliegen geht…  die Zukunft gehört den Langfristigen und nicht den Kurzfristigen.“

 

(Ernst Ulrich von Weizsäcker bei seinem  Vortrag anlässlich der Hauptversammlung des Österreichischen Alpenvereins,

15. 10. 2011)

 

 

Zentrales Thema bei der Energiewende ist "nicht der weitere Ausbau der Erneuerbaren, sondern vor allem eine tiefgreifende Änderung unseres Konsumverhaltens und ein Ende der Energieverschwendung. Um eine naturverträgliche Energiewende herbeizufürhen, muss der Energiebedarf halbiert werden. Gelingt die Energiewende bezüglich des Energiekonsums nicht, wird auch der vollständige Raubbau an unseren letzten Naturjuwelen unsere Energieversorgung nicht sichern."

 

(facten.lage 2/2012, UWD)

 

 

„Eine brutalere Zerstörung der Landschaft, als sie mit Windrädern zu spicken und zu verriegeln, hat zuvor keine Phase der Industrialisierung verursacht … Eine schonungslosere Ausbeute lässt sich kaum denken, sie vernichtet nicht nur Lebens-, sondern auch tief reichende Erinnerungsräume.“

 

So formulierte es Botho Strauß, der deutsche Dichter und Dramatiker  – und er weiß, wovon er spricht; schreitet doch in Deutschland die ästhetische Landschaftszerstörung in einem unvorstellbaren Ausmaß voran, die auf eine Entwertung der alltäglichen Lebenswelt der großen Mehrzahl der Bevölkerung hinausläuft. In Dohmen/Hornig (2004): Die große Luftnummer. In: Der Spiegel, Nr. 14 vom 29.03.2004, S. 80 - 97

 

 

Die politische Absicht, regenerative Energien stärker zu fördern, führt dazu, dass "die Grundsatznorm des Naturschutzes, nämlich Vielfalt, Eigenart und Schönheit sowie den Erholungswert der Landschaft als Lebensgrundlage des Menschen und in Verantwortung für die künftigen Generationen zu sichern, bedingungslos geopfert werden."

 

Nohl, Werner (2010): Ist das Landschaftsbild messbar und bewertbar? - Bestandsaufnahme und Ausblick